Hands on what’s HOT

Das Jahr beginnt kreativ – mit viel Input auf der Creativeworld.
Das ist die Fachhandelsmesse, die zeitgleich mit der Christmasworld (so viel bling bling) und der Ambiente (so viel zu gucken) in Frankfurt statt fand.
So früh wie dieses Mal war ich noch nie akkreditiert und doch war ich noch nie so unvorbereitet und irgendwie gar nicht bereit für all die Eindrücke die dort auf die Besucher warten.
Das Gefühl: Schreibe ich sonst so gern ausführlich über einzelne Entdeckungen, Produkte und Firmen und vor allem die Trend-Shows – ja eben all die Neuheiten, die man dort finden kann… dieses Jahr könnte es etwas anders werden daraus einen Artikel zu stricken. Weil ich dachte, ich hätte gar nichts gesehen, die wichtigen Dinge nicht fotografiert… – und irgendwie habe ich das Bedürfnis mich dafür zu entschuldigen.
Das Fazit: Hier ist nun doch einiges zusammen gekommen. WordPress sagt mir, es wären 20 Minuten Lesezeit, also schnapp Dir ein Heißgetränk Deiner Wahl und mach es Dir gemütlich. Du musst ihn auch nicht in einem Stück lesen. Keine Angst, er ist morgen noch da und verschwindet nicht wie die 24-Stunden Stories auf Instagram.
Falls Du Fragen zu etwas aus dem Artikel hast, melde Dich gern bei mir! Hier in den Kommentaren oder über Instagram.

Entdeckungen
Faber-Castell hat sich dieses Jahr auf der Ambiente „versteckt“.
Nur weil ich durch diese Halle den Weg abkürzen wollte, hab ab ich sie dort entdeckt. Die schicke, stilsichere Aufmachung des Standes und die Präsentation von Schreibgeräten und Fine Writing hat mich persönlich im ersten Moment nicht eingeladen – da bin ich einfach nicht die Zielgruppe an diesen Tagen. Doch zum Glück habe ich um die Holzraumtrenner geschaut und dort die geliebten farbigen Stifte in den Vitrinen entdeckt.
Im netten Gespräch wurde mir berichtet, was ich schon beim Workshop-Besuch in der Akademie Faber-Castell erfahren hatte: 20 neue Farben für das Polychromo Sortiment. „…and maybe more.” Die ersten seit Jahrzehnten!
Im September sollen sie nun endlich (vermutlich) auf den Markt kommen, zuerst nur im 20er Set. Später in den anderen Sets – dann muss der schicke Holzkasten wohl eine weitere Etage bekommen? Einzeln im Handel wird wohl noch etwas dauern, da Faber-Castell im Einzelhandel weiterhin die Produkte im hochwertigen Ladenbau anbieten wird. Für die 20 neuen Polychromo muss das Schranksystem überarbeitet und in den Geschäften umgebaut werden. …was ein Rattenschwanz für 20 neue Stifte.
Auch neu soll es einen innovativen Stift-Extender –also eine Verlängerung für kurz-gespitzte Buntstifte– geben. Mir wurde gesagt zum einen aus Kunststoff, zum anderen aus Metall. Was daran wirklich neu sein wird, wird uns die Zeit wohl zeigen…
Für Außenstehende ein bisschen witzig ist nämlich: Scheinbar hat die Firma aus Stein bisher wenig davon an seine Händler kommuniziert… als PR-Strategie?
Dort auf der Ambiente besuchte ich immerhin auch kurz den Stand von Kaweco und zeigte dem Senior Chef, wie seine Füller den Weg in mein Ausmalbuch gefunden hatten. Natürlich habe ich auch die neuen Farben für die Sport Serie bewundert. Jedes Jahr lassen sie sich was einfallen – dieses Jahr neu:Glow in the Dark. Tagsüber ein fast schon unauffälliges leicht transparentes hellgrün, nachts leuchtend.
Außerdem hatte ich ein sehr interessante Gespräch mit dem Künstler Adrian Weber am Stand von Caran d’Ache. Austausch unter Künstlern mit ganz unterschiedlichen Einblicken tut so gut.

Kaum angekommen in der Creativeworld…
Nitram Fine Art Charcoal
Ein an sich eher unscheinbarer Messestand, der mit einem umwerfenden, wandfüllenden Kunstwerk doch alle Blicke auf sich zog.

Letztes Jahr sah man hier einen Oktopus, dieses Jahr einen Schimmel im Galopp auf etwa 1,8 mal 4,5 Meter von der Künstlerin Zuzanna Salamon. Der Firmenchef berichtete mir über die Produkte von der flüssigen Kohle, der neuen Aquarell Kohle mit Namen „Nitram Fusain Aquarelle“, mit der das Pferd im Galopp entstanden ist, und den Kohle-Sticks in verschiedenen Härtegraden. Die Künstlerin erklärte mir wie sie an dem großen Gemälde aus Kohle gearbeitet hat. Spannendes Thema, auch wenn ich eher bei flüssigem Schwarz zuhause bin.
Gespräche
Selten hatte ich innerhalb von so kurzer Zeit so viele so gute Gespräche. Vor allem an vielen unerwarteten Stellen und damit nicht unbedingt „relevant“ wenn man bedenkt, dass ich als Blogger und Kreativarbeitende dort unterwegs war.
Aber manchmal spricht man dann doch lieber über sein ehrenamtliches Engagement, über Sonnenblumen, Van Gogh und Hokusai und die Verbindung ihrer Kunst, über das Künstler sein und die Zukunftspläne, das Ausprobieren von neuen Techniken, über Neonfarben und die Lichtechtheit derer, über den Vorteil vom Kurzsichtig sein beim Malen von Miniaturen,…
und am zweiten Tag ging das sogar dann fast schon gut auf Englisch.


Lange blieb ich bei Grandarts Brush aus Taiwan mit Miniatur-Pinseln und einer „Stay Wet“-Palette für die Farben. Fasziniert davon wie fein die Pinselhaare sind, wie wenig Farbe man benötigt und wie genau die Künstlerin damit arbeiten kann. Skills, die ich nicht besitze. (Warum habe ich eigentlich kein Fotos gemacht?)
Apropos klein…
Ich fand die wohl kleinste Aquarell-Palette in den Hallen. Hergestellt aus Kirschholz, mit Fläche zum Mischen, winziger Mulden für Farbe und Magneten, die sie zusammen halten.
Clairefontaine und Co.
Der große Messestand der Clairefontaine-Rhodia Gruppe ist wie ein kleines Dorf inmitten der Messe. Durch verschiedene Tore tritt man hinein und findet alles von Künstlerbedarf, über Material für Hobby und Einsteiger, Basteln und DIY, bis hin zu Schreibwaren, Papeterie, Geschenkpapieren und Accessoires. Eine immense Fülle an neuen Produkten, die kaum zu überschauen ist.
Ich bin kurz am Linolschnittwerkzeug hängen geblieben, dass von Brause hergestellt wird und nun in einem überarbeiteten Set verkauft wird. Dazu gibt es (neu) Linoldruckfarben von Jacques Herbin.

Neue Papiere gibt es unter anderem in der Serie Paint On – nun auch als 11er Mix Pack!
Aber auch das sehr beliebte Aquapad bietet neben dem bisherigen Blöcken nun verschiedene Formate, vom starken Hochformat als Lesezeichen bis zum Polaroid-Format. Dieses Papier wird im Übrigen auch für die Aquarell-Ausmalblöcke und die Step-by-Step Motive verwendet, bei denen in hellem Grauton die Linien zum Ausmalen vorgedruckt sind.
Bei der (neuen) Einsteiger-Marke DARWI gibt es alles für junge und junggebliebene zukünftige Künstler. Mich haben vor allem die Sketchbooks angesprochen!

Liquitex als Hingucker
Kaum betrat man die Halle 1.1 stand man vor einer Wand, die sich ständig veränderte. Hier waren bereits verschiedene Alltagsgegenstände angebracht. Mancher echt vintage. Und während der Messetage wurde an diesen mit den verschiedenen Markern und Farben gearbeitet.

Acrylfarben von Lefranc Bourgeois
Am Stand waren zum einen leuchtende Flou-Farben zu sehen. Frisch aufgetragen, so dass ich das Orange nachher noch an Händen und Notizblock wiederfand 🙂
Interessant aber vor allem die Grafik, die klar macht, aus welchen Stoffen die Farben der verschiedenen Serien bestehen. Besonders interessant (so dass ich mich damit bei Gelegenheit nochmal genauer beschäftigen möchte) ist Flashe Paint “biobased”. Die matt auftrocknende Farbe für verschiedene Untergründe gibt es aktuell in 16 Farben. Sie hat ein Bindemittel, welches zu 97% biologisch ist und die Kunststoffdose besteht aus recyceltem Kunststoff.
Mit an diesem Stand von Liquitex und Lefranc Bourgeois war die Marke Winsor and Newton mit einer Postkartenaktion.
Mit Schmincke auf Zeitreise
Mit neuen Farben und Sets nimmt uns das Unternehmen mit der Eule auf eine Reise in die 1930er Jahre.
Die Retro Edition Aquarellfarben heißen Gummi Guatte – der Originalfarbton war giftig, mit den neuen synthetischen Pigmenten wird der Farbton ohne schädliche Wirkung erreichen, Solferino – ein intensives Magenta, mit nun lichtechteren Pigmenten, benannt nach der Schlacht von Solferino nach der es entdeckt wurde, und Casslerbraun – aus Braunkohle hergestelltes Pigment NBr8.
Die Musterblätter mit verschiedenen Anwendungen, vor allem aber das Farbchart mit den Mischungen zeigt wie die Farben –auch gemeinsam– wirken.


Der Kasten „Technische Töne: Architektur“ ist seinem Vorgänger nachempfunden und beinhaltet neben den Näpfchen ein Schreiben, was basierend auf der damaligen DIN 201 erklärt, welche Farben für welchen Werkstoff genutzt werden.
Der Luxus Holzkasten der Retro-Linie ist komplett „Made in Germany“ mit den Farben von Schmincke, dem Pinsel von DaVinci, einem 0.9 Druckbleistift von Kaweco (Brass mit passender Gravur), selbst das Holz und die Scharniere wurden in Deutschland gefertigt.
Abgerundet wird das Regal am Kopfende mit Gouache und anderen Sets in ansprechend gestalteten Verpackungen.

Hahnemühle mit neuem Einsteiger-Papier
Mit dem Block „Concept Watercolour Joy“ bringt Hahnemühle ein Papier auf den Markt, dass für Anfänger gedacht ist. 50 Blatt in den zwei Formaten A5 und A4, am Kopf geleimt, lassen dafür auch viel Raum zum täglichen Üben und Ausprobieren.
Felix Scheinberger zeigte mit viel Witz und Charme auf dem Block seine Sketches und wie er diese mit Aquarellfarben dynamisch koloriert.

Wohl auf Wunsch des Handels (ich hab da mal ganz große Ohren bei einem Gespräch gemacht) gibt es die kleinsten Blöcke, die Mini-Pads, im Format 8 x 10,5 cm nun mit weiteren Papiersorten. Praktisch sind diese Mini-Formate sicher vor allem zum Mitnehmen. Für mich persönlich sind sie nett für kleine Geschenke, doch meistens schneide ich mir Papier doch einfach auf mein gewünschtes, kleines Format – und spare damit vermutlich Geld.
Da Vinci für unterwegs
Endlich! Seit Jahren frage ich danach, jetzt ist es soweit: Da Vinci hat seine Reisepinsel überarbeitet und mein persönliches Problem damit zumindest auf den ersten Blick gelöst. Am alten Modell entstand durch das Anschrauben des vorderen Teils eine starke Kante genau dort wo ich Pinsel greife. Das war unbequem und auf Dauer hab ich den Pinsel dann einfach nicht genutzt. Ob die neue Bauform für mich persönlich taugt, wird sich vielleicht im Sommer zeigen, wenn der Pinsel verfügbar ist und ich mit den USk Mittelhessen hoffentlich mal wieder unterwegs bin.
Der neue Reisepinsel trägt den kurzen Namen „Go“ und wird durch ein Stecksystem zusammen gehalten. Damit positionierte sich der Pinselhersteller aus Nürnberg auf dem 1. Platz des Creative Awards in der Kategorie Künstlerprodukt.

Staedtlers neue Form
Okay, an sich ist die Form des neuen Norix bereits im letzten Jahr präsentiert worden. Damals aber mehr für die jugendliche Zielgruppe zugeschnitten, ging es noch gar nicht um eben diese neue Stiftform: Eine Seite abgeflacht, der Rest rund. Zusammen mit der TU … (ja ich habe es nicht mitgeschrieben und kann mich nun nicht erinnern…) wurde diese Form erarbeitet. Mit diesem smarten Design soll das Arbeiten ermüdungsfrei möglich sein, auch oder gerade weil man durch das Drehen des Stiftes immer wieder eine leicht andere Form zwischen den Fingern hält.
Gleichzeitig rollt der Stift nicht einfach vom Tisch, was trotz der bruchfesten Minen von Vorteil ist.
Für die junge Zielgruppe des Norix gesellen sich zu den Blei- und Buntstiften noch verschiedene Accessoires wie Schere, Radiergummi und Spitzer, aber auch ein echt fancy Lineal über das sich vielleicht die älteren noch mehr freuen als kleines Retro-Feature an die 90er: Es ist ein Klack- oder Schnapp-Armband! Du erinnerst Dich doch?!?

Im Gespräch dort kam ich auf die Frage nach den Härtegraden von Bleistiften zum Thema Schwärze. Für eine kommendes Projekt möchte ich tiefer in das Thema einsteigen. Dazu wurde mir der Staedtler Lumograph BLACK zum testen in die Hand gegeben und ja, durch den höheren Kohleanteil in der Mine ist er zwar etwas rau im Auftrag, bietet aber ein sattes, eher mattes Schwarz auf dem Papier. Er ist schon in meinem Warenkorb gelandet um das weiter auszuprobieren.

Außerdem feiert der der Staedtler Noris Geburtstag mit einer limitierten Retro Design Edition angelehnt an den Stift von 1934 – und doch im neuen Gewand des “Upcycled Wood”.
Die Stifte sind nicht mehr aus Frischholz gefertigt, sondern werden aus Holzspänen hergestellt, die bei der Holzverarbeitung als Neben- bzw. Abfallprodukt entstehen. Ressourcenschonung auch in kleinen Dingen – Upcycled Wood von Staedtler gibt es seit 2022.
Am Stand von Staedtler konnte man sich an zwei Tagen vom Künstler Felix Scheinberger mit den Staedtler pigment arts Pen portraitieren lassen.
Was soll ich sagen… ich hab’s leider verpasst…


Daniel Smith – die Farben mit den Steinen
Jedes Jahr bewundere ich die Steine und Mineralien aus denen die Farben hergestellt werden. Sie sind aber auch, neben den demonstrierenden Künstlerinnen und deren Werken, ein wieder Hingucker – und man darf sie sogar mal anfassen.

Tom’s Studio
Nach Federn und nachfüllbaren Stiften, gibt es Neues aus Großbritannien. Aquarellfarben in schönen Sets und in Näpfen herstellt aus “Ghost Nets”. Passend dazu Pinsel mit Stil aus Kunststoff-Recyclat bzw. ähnlich wie die nachfüllbaren Stifte mit Stil aus Aluminium und im Stecksystem.

Gedanken
Wie rum gehören eigentlich Tuben?
Habt Ihr Euch schon mal gefragt warum Farben in Tuben meist in Regalen mit dem Deckel oben hängen? Natürlich macht es Sinn, vor allem bei den kleinen Aquarellfarbtuben, da sie ständig umfallen würden. Trotzdem war ich, nachdem ich am Stand der Firma Turner die Acrylic Gouache war, am Grübeln. Nur Tuben aus Kunststoff können mit Euroloch versehen im Regal hängen. Warum mir das so im Kopf blieb? Keine Ahnung, aber der Aufdruck auf der Tube muss ja entsprechend gewählt werden. Oder man macht es wie die ukrainische Firma Rosa (leider nicht auf der Messe vertreten) und druckt Namen und Infos quer auf die Tube.
Immerhin wurde mir bei zwei Farbherstellern versichert: Es ist völlig egal wie rum Tuben gelagert werden.
Dackel – die neuen Eulen?
Ich dachte, das wäre nur etwas, das mir auffällt, weil ich wegen Bekannten sehr “auf Dackel getrimmt” bin. Aber es wurde mir von zwei unabhängigen Menschen bestätigt: Auf der gesamten Messe sind Dackel im kommen!

Beobachtungen auf der Creativeworld
Ich nutze die App der Creativeworld um mich in den beiden Hallen zurecht zu finden und mir ggf. Notizen zu machen. Vor der Messe hatte ich rein geschaut und war irritiert, dass einige Aussteller aus meinen Notizen der letzten Jahre ausgegraut waren. Nun, eben diese waren 2026 nicht auf der Kreativmesse vertreten.
Während Faber-Castell nur die Räume gewechselt hat und in diesem Jahr auf der Ambiente ausstellte, sind einige mir bekannte Firmen nicht dabei gewesen. Schade, aber ich hoffe einfach auf nächstes Jahr.
„Liebling, ich hab die Messestände geschrumpft!“
Okay, wer erinnert sich überhaupt noch an die Filme Ende der 80er/ Anfang der 90er? Egal. Worauf ich hinaus will: Bei vielen Herstellern konnte man bemerken, dass der Stand nicht so pompös war. Nicht so groß oder einfacher gehalten. Auch demonstrierende Künstler oder auch Mitmach-Angebote waren augenscheinlich etwas reduziert. Zum Glück aber immer noch vorhanden.
Dabei ist doch das Messemotto dieses Jahr:
Touch the latest DIY trends!
Im Gespräch mit den Pinsel-Herstellern Mesko, Lineo und Kolibri wurde mir aber auch gesagt, dass viele Einkäufer kaum noch die Pinsel ausprobieren wollen. Ein Glück für uns Kreativlinge, dass es aber doch ein Wasserglas und das berühmte „Wasser Papier“ zum Ausprobieren gab!
Aber ist das so? Sind Händler gar nicht mehr selbst am Ausprobieren interessiert?
Das ist ein Thema, das mich und andere Blogger schon seit einiger Zeit über die Messe begleitet. Nutzen Händler das Angebot auf der Messe auch zum Ausprobieren. Testen sie Produkte auf Tauglichkeit? Lernen Sie zum Beispiel auch, wie sie einem Kunden mit Anleitung oder gar Reinigung und Pflege behilflich sein können?
Die Workshops der Creative Academy sind seit diesem Jahr eine zertifizierte Fortbildung. Heißt Teilnehmende, ob Händler, Künsterlinnen oder Blogger, erhalten im Anschluss ein offizielles Zertifikat. Die Workshops halte ich schon lange für einen guten Startpunkt für die Händler um mit Materialien und Techniken zu probieren. Nur was man selbst mal versucht hat, kann man meiner Meinung nach gut verkaufen. Hoffen wir mal, dass sich so mancher Händler dadurch inspiriert fühlt!
Schon am Freitag hatte ich schlimmes FOMO, als die ersten Stories auf Instagram auftauchten… Hätte ich doch Urlaub planen sollen? Ich denke, das ging einigen so. Vor allem denen, die gleich ganz zuhause geblieben sind. Leute, ich hab Euch sehr vermisst!
All das traf nicht auf den Stand von Folia | Max Bringmann KG nicht zu
Hier gab es jeden Tag zwei Workshops zum Handyketten fädeln und zum Basteln mit Prägefolie. Der regelmäßige Leser dieses Blogs weiß, das war ein Thema, dem ich nachgehen wollte seitdem ich vor Weihnachten fast einen Nervenzusammenbruch hatte: Welcher Kleber eignet sich am Besten für Prägefolie?
Die Antwort war so einfach: Doppelseitiges Klebeband oder auch –wenn ein 3D Effekt gewünscht ist– Klebepads! Diese wurden auch bei den Sardellen-Dosen genutzt, die hier gebastelt wurden.
Fun Fact: Wusstest Du, dass die Alu-Bastelfolie der Start des Unternehmens war?
Ansonsten war der große Stand in der Mitte des Raumes pompös (im positiven Sinne), strukturiert und jede Ecke mit einem kleinen Highlight versehen: Der Tante Folia Laden!
Gemüse aus Tonpapier, gehäkelte Crossaints, mit Spiegeln verzierte Espressokannen und so viel mehr (was ich vergessen habe zu fotografieren) zeigten was man alles mit dem großen Produktsortiment von Folia umsetzen kann. Man konnte sich gar nicht satt sehen!

Alles Gold was glänzt?
Die türkische Firma Cadence Art & Hobby Paints bringt seit Jahren die schönsten Stände zur Creativeworld – immer ein Foto-Hotspot auch für Selfies.
Dieses Mal stand man zwischen verschiedenen Werken der Antike.


Farben für Drucktechniken
Ein Thema mit dem ich mich ja eh beschäftige, aber noch nicht so richtig voran gekommen bin. Am Stand von Cranfield, einer kleinen Manufaktur aus Wales, wurde ich aber herzlich empfangen, auch wenn gerade gar keiner da war, der mir (und meinem eingestaubten Englisch) hätte weiter helfen können. Trotzdem war es ein nettes Treffen und ich bedanke mich herzlich dafür!
Creative Impulse Award 2026
Wie in jedem Jahr wurden verschiedene Produkte beim Creative Award ausgezeichnet und vor der Creative Academy ausgestellt. Mehr zu den Gewinnern liest Du auf der Webseite der Creativeworld.

Ein schneller Blick über die Trendshows der Ambiente und der Christmasworld
Ehrlich gesagt, die beiden liegen direkt nebeneinander im Foyer zwischen den Hallen 4 (über 3) zu 1. Man kommt dann gar nicht drum herum mal anzuhalten und hin zu schauen. Ich könnte ewig zwischen den einzelnen Exponaten hin und her gehen und –solange ich nicht anderen im Weg stehe wenn sie Fotos machen– jedes Eck noch und nochmal bestaunen. Meistens merke ich nicht mal direkt, wenn ich von Ambiente zur Weihnachten wechsle, so vertieft bin ich…
Man merkt, dass die drei Trend Shows der Messen miteinander verbunden sind, sich die Trends eben ergänzen und spiegeln. Ob nun in Farben, Formen oder Materialien.

Was ich alles verpasst habe, obwohl ich doch unbedingt sehen/ sprechen/ fühlen/ dabei sein wollte…
- Den Schriftkünstler Pascribe bei Viarco
- Linolschnitzen bei Essde
- Roberta Bergmann am Stand von Aerparnel
- Die neuen Derwent Drawing Farben ausprobieren
- Die Stempel-Welten bei John Griffith “Beyond Stamping” kennen lernen
- Die Papiere von SM·LT Art besuchen und überhaupt habe ich in Halle 1.1 einen ganzen Gang vergessen…
- Die Ethical Spots und die dort präsentierten nachhaltigen Produkte
- Mehr Zeit in den Trendshows der Ambiente und der Christmasworld
- So manchen Workshop in der Creative Academy – jetzt übrigens als zertifizierte Weiterbildung für den Handel!
- Meine Blogger-Kollegen, die vor allem nach Füllern Ausschau halten… Markus @blogzoomlab, Chris @writingdelight bzw. @lineatur.expert und Sebastian @federstielundtintenklecks
Am Sonntag Abend hatte das Team der Messe Frankfurt zum Content Creator Event geladen!
Dazu und was wir ausser der Trend Show 2026 unter dem Titel “TIME FOR…” gesehen und gemacht haben, gibt es bald den nächsten Blogartikel.

Für euren Terminkalender: Die nächste Ausgabe der internationalen Fachmesse für die Hobby-, Bastel- und Künstlerbedarfsbranche findet vom 29. Januar bis zum 1. Februar 2027 in Frankfurt am Main statt.
Transparenz
Als Blogger akkreditiert besuche ich seit über 10 Jahren die Messe in Frankfurt. Meine Berichte darüber beinhalten damit “Werbung”. Allerdings erhalte ich dafür keine Vergütung oder ähnliches. Die Reihenfolge der genannten Firmen oder Artikel ist frei von einer Wertung.


















































